Bagels sind vor allem für ihre glänzende, leicht zähe Kruste und die kompakte, dichte Krume bekannt – das Geheimnis dahinter ist ein kurzer Kochschritt, bevor die Ringe in den Ofen kommen. Mit Emmermehl bekommt der Klassiker zusätzlich einen kräftigen, nussigen Geschmack, der ihn von handelsüblichen Weizen-Bagels angenehm abhebt.
Zubereitung: ca. 30 Min. aktiv · Ruhezeit: ca. 1,5 Std. · Backzeit: ca. 20 Min. · Menge: 6 Bagels · Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zutaten
- 450 g Emmermehl Type 1050
- 270 ml lauwarmes Wasser
- 7 g Trockenhefe
- 1 EL Honig oder Malzsirup (für den Teig)
- 10 g Salz
- 1 EL neutrales Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 2 EL Honig oder Malzsirup (für das Kochwasser)
- Optional zum Bestreuen: Sesam, Mohn oder geröstete Zwiebeln
Zubereitung
- Hefe im lauwarmen Wasser mit dem Honig auflösen und 5-10 Minuten stehen lassen.
- Mehl und Salz vermischen, die Hefe-Wasser-Mischung sowie das Öl dazugeben und zu einem festen, glatten Teig verkneten – etwa 8-10 Minuten. Der Teig sollte fester sein als ein klassischer Brotteig.
- Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
- Teig in 6 gleich große Stücke teilen, zu Kugeln formen und mit dem Daumen ein Loch in die Mitte drücken, dann vorsichtig zu Ringen weiten. Nochmals 15-20 Minuten ruhen lassen.
- Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und den Honig oder Malzsirup einrühren. Die Bagels portionsweise je 45-60 Sekunden pro Seite darin ziehen lassen.
- Abgetropfte Bagels auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, nach Wunsch mit Sesam oder Mohn bestreuen.
- Bei 220 °C Ober-/Unterhitze ca. 18-20 Minuten goldbraun backen.
Emmer-Tipp
Das schwächere Klebergerüst von Emmermehl macht den Teig etwas weniger dehnbar als reiner Weizenteig – das kann die für Bagels typische, leicht zähe Textur etwas abschwächen. Wer ein möglichst authentisches Ergebnis möchte, mischt bis zu 30 % Weizen- oder Dinkelmehl unter, ohne dabei den nussigen Emmer-Geschmack zu verlieren. Mehr zum Vergleich der beiden Urgetreidearten liest du in unserem Artikel Emmermehl vs. Dinkelmehl.
Welches Emmermehl eignet sich am besten?
Für Bagels empfiehlt sich Emmermehl Type 1050 – es liefert genug Struktur für den festen Teig und gleichzeitig den charakteristischen kräftigen Geschmack. Mehr zu den Unterschieden der Mehltypen erfährst du in unserem Mehltypen-Artikel. Passende Produkte findest du in unserer Kaufberatung.
Häufige Fragen
Warum werden Bagels vor dem Backen gekocht?
Der kurze Kochschritt lässt die Stärke an der Oberfläche aufquellen und leicht verkleistern (gelatinieren), wodurch beim Backen die typische glänzende, leicht zähe Kruste entsteht – ohne Kochen blieben Bagels eher wie normale Brötchen.
Kann ich die Bagels auch mit Vollkorn-Emmermehl backen?
Ja, plane dabei etwas mehr Flüssigkeit ein und rechne mit einer etwas kompakteren Krume. Allgemeine Tipps zur Anpassung findest du in unserem Artikel Emmermehl ersetzen.
Wie bewahre ich Bagels am besten auf?
Ausgekühlt in einem Beutel bei Raumtemperatur 1-2 Tage haltbar, für längere Lagerung eignet sich Einfrieren und späteres Auftoasten.
Fazit
Mit dem Kochschritt vor dem Backen gelingen Bagels aus Emmermehl mit der typischen glänzenden Kruste und einem kräftigeren Geschmack als beim klassischen Weizen-Bagel. Wer noch mehr mit Emmermehl backen möchte, findet weitere Ideen in unserer Rezepte-Übersicht oder probiert als Nächstes unsere Emmermehl Brötchen.