Emmermehl eignet sich nicht nur für Brot und Brötchen, sondern macht sich auch in einem klassischen Mürbeteig für Kekse hervorragend. Das Ergebnis: knusprig-mürbe Butterkekse mit einer angenehm nussigen Note, die dem klassischen Rezept eine kleine, aber feine Extra-Tiefe verleiht.
Zubereitung: ca. 20 Min. aktiv · Kühlzeit: ca. 30 Min. · Backzeit: ca. 10-12 Min. · Menge: ca. 25-30 Kekse · Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zutaten
- 250 g Emmermehl Type 630
- 150 g weiche Butter
- 90 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
Zubereitung
- Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig rühren.
- Ei und Vanilleextrakt unterrühren.
- Mehl und Salz dazugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten – nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh.
- Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
- Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 4-5 mm dick ausrollen und Kekse ausstechen oder mit einem Messer in Formen schneiden.
- Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht golden sind.
- Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, bevor die Kekse angefasst werden – frisch aus dem Ofen sind sie noch weich.
Tipps zur Verarbeitung von Emmermehl
Ein Mürbeteig aus Emmermehl verhält sich etwas anders als einer aus klassischem Weizenmehl: Da Emmermehl weniger Kleber bildet, bindet der Teig etwas schwächer und kann leichter bröckeln. Achte darauf, die Butter gut unterzurühren und den Teig nicht zu lange zu kneten – ein kurzes, zügiges Verarbeiten sorgt für die beste Bindung. Falls der Teig beim Ausrollen zu krümelig wirkt, hilft ein Esslöffel mehr weiche Butter oder ein Spritzer kaltes Wasser.
Welches Emmermehl eignet sich am besten?
Für Kekse empfiehlt sich helles Emmermehl Type 630, da es einen feinen, lockeren Mürbeteig ohne kräftige Vollkorn-Note ergibt. Auch Produkte, die schlicht als "helles Emmermehl" ohne Typenangabe verkauft werden, entsprechen in der Praxis meist Type 630. Mehr zu den Unterschieden der Mehltypen liest du in unserem Mehltypen-Artikel. Passende Produkte findest du in unserer Kaufberatung.
Variationen
- Mit Zimt: 1 TL Zimt zum Teig geben für eine winterliche Note.
- Mit Schokostückchen: 80 g gehackte Zartbitterschokolade unter den Teig heben.
- Als Ausstechplätzchen: mit saisonalen Formen ausstechen und nach dem Abkühlen mit Zuckerguss verzieren.
Häufige Fragen
Warum bröckelt mein Keksteig aus Emmermehl?
Das liegt am schwächeren Klebergerüst von Emmermehl. Etwas mehr Butter oder ein kurzer Schluck kaltes Wasser helfen, den Teig besser zusammenzuhalten.
Wie lange sind die Kekse haltbar?
In einer gut verschlossenen Keksdose bleiben sie bei Raumtemperatur etwa 1-2 Wochen frisch.
Kann ich den Teig einfrieren?
Ja, der rohe Teig lässt sich als Rolle eingefroren mehrere Wochen aufbewahren und bei Bedarf aufgetaut, in Scheiben geschnitten und gebacken werden.
Fazit
Mit Emmermehl gelingen mürbe, aromatische Kekse, die sich durch ihre nussige Note angenehm von klassischen Butterkeksen abheben. Weitere süße Ideen findest du in unserer Rezepte-Übersicht.