Emmermehl eignet sich nicht nur für Herzhaftes, sondern verleiht auch süßen Klassikern wie Pfannkuchen und Kuchen eine angenehm nussige Note. In diesem Artikel findest du beide Rezepte. Die Pfannkuchen werden zart mit leicht nussigem Aroma, der Kuchen bekommt eine feine, saftige Krume – beide eignen sich gut für ein gemütliches Frühstück oder den Nachmittagskaffee.
Pfannkuchen mit Emmermehl
Zubereitungszeit: ca. 10 Min.
Ruhezeit: keine nötig
Menge: für 4 Portionen
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zutaten
- 200 g Emmermehl Type 630
- 300 ml Milch
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 1 EL Zucker (optional)
- Butter oder Öl zum Braten
Zubereitung
- Mehl, Milch, Eier, Salz und Zucker zu einem glatten Teig verrühren.
- Etwas Butter oder Öl in einer Pfanne erhitzen.
- Pro Pfannkuchen eine Kelle Teig in die Pfanne geben, dünn verteilen.
- Von beiden Seiten goldbraun ausbacken.
Emmer-Tipp: Emmermehl bindet weniger als Weizenmehl, daher wirkt der Teig oft dünnflüssiger. Rühre den Teig ruhig etwas dünnflüssiger an als gewohnt, damit sich die Pfannkuchen gut in der Pfanne verteilen lassen.
Kuchen mit Emmermehl
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Backzeit: ca. 40-50 Min.
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis Mittel
Zutaten (für einen einfachen Rührkuchen)
- 250 g Emmermehl Type 630
- 150 g Zucker
- 150 g weiche Butter
- 3 Eier
- 2,5 TL Backpulver
- 100 ml Milch
Zubereitung
- Butter und Zucker schaumig rühren, Eier nacheinander unterrühren.
- Mehl und Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.
- Teig in eine gefettete Kastenform füllen.
- Bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 40-50 Minuten backen (Stäbchenprobe: mit einem Holzstäbchen in die Mitte stechen – bleibt kein Teig daran kleben, ist der Kuchen fertig).
Emmer-Tipp: Da Emmermehl ein schwächeres Klebergerüst als Weizenmehl hat, geht der Kuchen etwas weniger stark auf. Etwas mehr Backpulver als im klassischen Rezept (hier 2,5 statt der üblichen 2 TL) gleicht das teilweise aus.
Welches Emmermehl eignet sich am besten?
Für beide Rezepte empfiehlt sich Emmermehl Type 630, da das helle, fein ausgemahlene Mehl für eine lockere Textur sorgt, die bei süßem Gebäck besonders wichtig ist. Manche Anbieter verzichten auf die Typenzahl und schreiben nur "helles Emmermehl" – gemeint ist damit üblicherweise dasselbe wie Type 630. Mehr zu den Mehltypen liest du im Mehltypen-Artikel, passende Produkte findest du in unserer Kaufberatung.
Häufige Fragen
Kann ich normales Mehl 1:1 durch Emmermehl in Kuchenrezepten ersetzen?
Meist ja, achte aber auf etwas mehr Backpulver und ggf. etwas mehr Flüssigkeit, da Emmer weniger Kleber bildet. Allgemeine Umrechnungstipps findest du in unserem Artikel Emmermehl ersetzen.
Wird der Kuchen mit Emmermehl trockener?
Nicht zwangsläufig, aber die Textur wird etwas kompakter. Ein Löffel mehr Milch oder Öl im Teig gleicht das gut aus.
Warum werden meine Pfannkuchen zäh statt locker?
Meist liegt es an zu langem Rühren des Teigs oder zu hoher Hitze beim Braten. Rühre den Teig nur kurz glatt und brate die Pfannkuchen bei mittlerer statt hoher Hitze.
Wie lagere ich den Kuchen am besten?
Luftdicht verpackt oder unter einer Kuchenhaube bei Raumtemperatur bleibt er 3-4 Tage saftig. Er lässt sich auch in Scheiben portioniert einfrieren.
Nährwerte im Hintergrund
Wer sich für die Nährwerte von Emmermehl im Detail interessiert, findet die vollständige Übersicht in unserem Nährwerte-Artikel.
Fazit
Ob herzhaft oder süß – Emmermehl lässt sich vielseitig einsetzen und bringt eine angenehme, nussige Note in Pfannkuchen und Kuchen. Weitere Rezeptideen findest du in unserer Rezepte-Übersicht.