Emmermehl bringt italienischen Klassikern eine nussige, kräftige Note. In diesem Artikel findest du sowohl ein Rezept für Pizzateig als auch für hausgemachte Pasta mit Emmermehl. Der Pizzaboden wird dabei angenehm knusprig-rustikal, während die Pasta einen kräftigeren Biss bekommt – ideal für ein herzhaftes Abendessen mit italienischem Flair.
Pizzateig mit Emmermehl
Zubereitungszeit: ca. 20 Min. aktiv
Ruhezeit: ca. 1 Std.
Backzeit: ca. 10-15 Min.
Menge: für 2 Pizzen
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zutaten
- 250 g Emmermehl Type 630
- 100 g Weizen- oder Dinkelmehl (für stabileren Teig)
- 220 ml lauwarmes Wasser
- 5 g Trockenhefe
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
Zubereitung
- Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
- Mehl und Salz vermischen, Hefewasser und Olivenöl dazugeben.
- Zu einem glatten Teig verkneten – etwa 8-10 Minuten.
- Abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.
- Teig teilen, dünn ausrollen oder von Hand ziehen, belegen und bei 250 °C (oder Höchsttemperatur des Ofens) ca. 10-15 Minuten backen.
Emmer-Tipp: Reiner Emmerteig lässt sich wegen des schwächeren Klebergerüsts schwerer dünn ausziehen, ohne zu reißen. Eine Mischung mit Weizen- oder Dinkelmehl (wie oben) macht den Teig elastischer und alltagstauglicher.
Pasta mit Emmermehl
Zubereitungszeit: ca. 30 Min. inkl. Ruhezeit
Menge: für 2-3 Portionen
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zutaten
- 200 g Emmermehl Type 630
- 2 Eier
- 1 TL Olivenöl
- Prise Salz
Zubereitung
- Mehl auf die Arbeitsfläche häufen, in der Mitte eine Mulde formen.
- Eier, Öl und Salz in die Mulde geben und von innen nach außen zu einem glatten Teig verkneten.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
- Teig dünn ausrollen oder mit der Nudelmaschine ausziehen und in gewünschte Form schneiden.
- In kochendem Salzwasser 2-4 Minuten garen.
Emmer-Tipp: Emmermehl macht den Nudelteig etwas kräftiger im Geschmack, aber auch weniger elastisch. Lass den Teig daher ruhig etwas länger ruhen als bei einem klassischen Weizenteig, damit er sich leichter ausrollen lässt.
Welches Emmermehl eignet sich am besten?
Für beide Rezepte eignet sich Emmermehl Type 630 am besten, da es fein und mild im Geschmack ist. Wer kräftigeren Geschmack möchte, kann bei der Pasta auch Type 1050 ausprobieren. Wird ein Produkt lediglich als "Emmermehl hell" beworben, ohne konkrete Typenzahl, ist damit in der Regel ebenfalls Type 630 gemeint. Mehr zu den Mehltypen liest du im Mehltypen-Artikel, passende Produkte findest du in unserer Kaufberatung.
Häufige Fragen
Kann ich reinen Emmerteig für Pizza verwenden?
Ja, allerdings wird der Teig weniger elastisch und lässt sich schwerer dünn ausziehen. Eine Mischung mit Weizen- oder Dinkelmehl erleichtert die Verarbeitung – mehr dazu im Artikel Emmermehl vs. Dinkelmehl.
Wie lange hält sich Emmer-Pasta?
Frisch zubereitet und getrocknet hält sich die Pasta mehrere Tage, roh sollte sie zeitnah verarbeitet oder eingefroren werden.
Warum reißt mein Pizzateig beim Ausziehen?
Das liegt am schwächeren Klebergerüst von Emmermehl. Ziehe den Teig langsamer und in mehreren Schritten, statt ihn auf einmal zu dehnen, und arbeite bei Bedarf etwas mehr Weizen- oder Dinkelmehl unter.
Kann ich den Pizzateig einfrieren oder vorbereiten?
Ja, nach dem Gehen portionieren, in Frischhaltefolie wickeln und einfrieren. Vor der Verwendung im Kühlschrank auftauen und vor dem Ausrollen wieder Zimmertemperatur annehmen lassen. Alternativ hält sich der fertige Teig auch 1-2 Tage abgedeckt im Kühlschrank.
Welche Beläge passen gut zu Emmermehl-Pizza?
Der kräftige, nussige Geschmack von Emmer harmoniert besonders gut mit würzigen Belägen wie Salami, kräftigem Käse, Rucola oder Pilzen – klassische, eher milde Beläge wie reine Tomate-Mozzarella funktionieren aber genauso.
Fazit
Ob Pizza oder Pasta – Emmermehl verleiht italienischen Klassikern eine kräftige, nussige Note. Wer noch mehr mit Emmermehl backen möchte, findet weitere Ideen in unserer Rezepte-Übersicht.